BIOGRAFIE | GEAR
KRIS POHLMANN
Kris wurde am 16. Mai 1977 in der Nähe von London/England als Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter geboren. Obwohl Musik eine wichtige Rolle im jungen Leben von Kris darbot, war es die Rock-Legende Status Quo, die bei Kris im Alter von 13 Jahren die Leidenschaft zur Musik auslöste. „Mein Bruder und ich haben Gummibänder an Tennisschlägern angebracht und diese „Gitarren“ durch die Luft geschwungen – genauso wie Status Quo das auf der Bühne macht! Wir haben Mini-Konzerte im Schlafzimmer gegeben“. Es war nur eine Frage der Zeit bevor Kris eine echte Gitarre haben wollte. Zu Weihnachten 1992 bekam er eine schwarze Fender Squire Telecaster und einen Marshall Park Verstärker. „Ich versuchte sofort die Musik von Dire Straits, Eric Clapton, ZZ Top und natürlich von Status Quo zu lernen, aber nach einer Weile dachte ich, dass es besser wäre mir einen Gitarrenlehrer zu besorgen – aus Liebe zur Familie!“
„Ich weiß noch als zur gleichen Zeit 4 oder 5 Kumpels von mir ebenfalls anfingen Gitarre zu spielen. Die wollten aber Metallica und Nirvana Songs spielen und das war nicht wirklich mein Ding“. Dann geschah der Schicksalsschlag. „Ich erinnere mich an eine Fahrt zur Schule an einem Vormittag, ich war 16 Jahre alt. Ich sah eine Gitarrenzeitschrift im Kioskfenster – auf der Titelseite war ein Mann mit einem Kopfschmuck aus Federn und er spielte eine ganz alte Fender Stratocaster. Ich wusste nicht wer das war, aber ich musste die Zeitschrift kaufen!“ Der Gitarrist war Stevie Ray Vaughan und Kris entdeckte den Blues.
„Mein Gitarrenlehrer hat mir dann den Blues beigebracht und ich war besessen von der Musik“. Kris tauchte immer tiefer in die Blueswelt ein. Er kaufte Blues-CDs, las Bücher und lernte die Songs. „Ich habe einmal ein Interview mit Eric Clapton gelesen, in dem sagte er, dass jeder Bluesmusiker seine Hausaufgaben machen sollte. Man müsse wissen wer die Musik erfunden hat und wo die Musiker von heute ihre Einflüsse herhaben – und genau das machte ich“.
Obwohl Blues mit Eric Clapton, Rory Gallagher, Buddy Guy, Freddie King, Gary Moore und SRV seine „Heimat“ ist, gehören zu Kris’ Vorbildern auch Bands wie Dire Straits, Free, Status Quo und ZZ Zop. Ebenso gehören aber auch Popbands wie John Mayer, Matchbox Twenty und Train zu seinen Lieblingsgruppen.
Kris hat sich relativ spät entschieden ernsthaft etwas mit Musik zu machen. Der Auslöser kam, nachdem er 12 Jahre lang Zuhause im Schlafzimmer sein Gitarrenspiel geübt hatte. „Meine langjährige Freundin hatte mich damals verlassen. Das war Anfang 2003. Ich wusste sofort, dass ich etwas in meinem Leben ändern möchte. Ich wusste nicht was, aber ich wollte etwas bewegen“.
Ende des Jahres 2003 verbrachte Kris dann nach seiner vierten Knie-Operation (verursacht durch Fußballverletzungen) eine lange Zeit fern vom Fußballplatz. Während dieser Phase griff Kris zur Gitarre und schrieb einige Songs. Er erkennt heute wie sehr ihm die Musik in dieser depressiven Phase geholfen hatte „Ich weiß, dass es ein Klischee ist, aber die Musik hat mir enorm geholfen. Ich konnte mich in der Blueswelt verlieren und ich wurde durch den Prozess des Songschreibens geheilt“. In dieser Zeit schrieb Kris „Heavy Pain“.
Obwohl er seit Langem eine Band gründen wollte, hatte die Musik bis dahin nicht die höchste Priorität für Kris. Das änderte sich jedoch rasch. Um zu prüfen ob seine Songs gut ankommen, nahm Kris Ende 2003 an einem amerikanischen Blues-Wettbewerb in Kalifornien teil. Blues Idol wurde gegründet um Nachwuchsmusiker zu finden. Die 10 Gewinner nahmen anschließend eine CD auf, die damals in den USA verkauft wurde. Kris schaffte es durch die vielen Vorrunden und kam bis ins Finale. Von den 20 Musikern im Finale hat er es jedoch leider nicht geschafft unter den letzten 10 zu landen. Obwohl er natürlich enttäuscht war wusste er, dass er etwas geleistet hatte – vorallem weil viele der Finalisten u.a. zuvor als Opener für BB King aufgetreten waren oder sogar schon eigene CDs veröffentlicht hatten und er als No-Name Kris und Schlafzimmer-Musiker schaffte es immerhin bis unter die besten 20!
Von hieran war er fest entschlossen endlich eine eigene Band zu gründen. Die Suche nach Musikern startete und schien äußerst schwierig. Es dauerte fast ein Jahr bevor Kris die richtigen Musiker für seine Band gefunden hatte. Durch Mundpropaganda und Anzeigen lernte er Daniel Häker, einen Profischlagzeuger aus Wuppertal und wenig später auch Warren Richardson, einen Bassisten aus den USA (in Düsseldorf lebend) kennen.
Bei der ersten Probe im Mai 2005 in Solingen war ein zusätzlicher Gitarrist dabei. Allerdings entschied sich Kris für ein klassisches Blues/Rock Power Trio und so wurde die KPB Besetzung festgelegt: Kris – Warren – Daniel.
Die erste Entscheidung, die KPB als neu geformte Band traf war eine Demo-CD aufzunehmen, um damit Konzerte zu akquirieren und die Band voranzutreiben. Kris verbrachte den Rest des Jahres 2005 damit Songs zu schreiben. Im Dezember 2005 ging KPB dann in ein Aufnahmestudio in Ratingen, um an nur einem Wochenende alle Songs für die CD einzuspielen! Als die Band die Aufnahmen hörte waren sie alle so begeistert vom Ergebnis, dass sie sich schnell entschieden diese CD zu veröffentlichen. Ein Jahr später wurde die CD „Heavy Pain“ mit ausschließlich eigenen Kompositionen (geschrieben von Kris) veröffentlicht. Die CD wurde von Journalisten und Musikkennern hoch gelobt und Songs wie „Heavy Pain“, „Movin’ Down The Line“ und „Livin’ With The Blues“ wurden auf diversen Radiosendern in Deutschland und in den USA gesendet.
2006 verbrachte Kris die meiste Zeit mit der Akquise von Auftritten. Im Mai hatte KPB dann endlich ihren ersten Auftritt bei einer Blues/Open Mic Session bei Topos in Leverkusen. „Wir hatten nur 6 Songs geprobt und als unser erster kleine Auftritt vorbei war riefen die Zuschauer „Zugabe, Zugabe!“ und wir mussten unser Set wiederholen!“ erinnert sich Kris heute gerne zurück. Das erste vollständige Konzert fand am 29. August 2006 in Wuppertal im Old Woodhouse statt – mit der gleichen euphorischen Resonanz des Publikums.
Nachdem die Band für den Deutschen Rock & Pop Preis nominiert wurde, erhielt KPB im Dezember 2006 die Einladung zur Preisverleihung nach Duisburg. Der Wettbewerb, organisiert vom Deutschen Rock & Pop Verein und dem Musiker Magazin, ist der älteste und größte seiner Art und wurde gegründet, um unabhängigen Künstlern ohne Plattenvertrag zu fördern und eine Plattform zu bieten. KPB gewann den Preis als „Beste Rhythm & Blues Band 2006“, ein unglaublicher Erfolg, insbesondere weil es die Band zu der Zeit erst seit einem Jahr bestand und nur wenige Auftritte gegeben hatte.
Der Preis war ein „Türöffner“ für die Band und ermöglichte KPB viele Auftrittsmöglichkeiten zu ergattern. 2007 gab die Band eigene Konzerte quer durch Deutschland und spielte als Support für u.a. Eric Gales und Nine Below Zero. Schon bald war KPB als dynamische Blues-Rock Band bekannt.
Im Jahr 2008 arbeitete KPB weiter an ihrem Ruf. Die Band gab quer durch Deutschland Konzerte und bekam weiterhin durchweg beste Kritiken. Kris hat die ruhigen Sommermonate 2008 genutzt, um neue Songs für die nächste CD, geplant für Frühjahr 2009, zu schreiben.
Abseits der Musik ist Kris ein großer Liverpool FC und Eintracht Frankfurt Anhänger. Er liest gerne – insbesondere interessante Bücher über die Mafia, zudem ist er ein Serienjunkie (Sopranos, 24, Lost, Friends) und obwohl er nicht mehr im Fußballverein aktiv ist, hält er sich mit regelmäßigem joggen fit. Dies ist für Kris absolut notwendig, denn ein weiteres Hobby von ihm ist lecker zu essen!